Freitag 29. Mai 2015 Berner Fachtagung

Nationale Meldestelle von ACT212, Menschenhandel im fremdenpolizeilichen Kontext & afrikanische Fussballsklaven

Die Fachtagung ist ausgebucht.

Themen

Teil 1: Die Nationale Meldestelle
Einführung und Vorstellung der Nationalen Meldestelle ACT212

 

Teil 2: Workshops zur Nationalen Meldestelle

1: Meldestelle - Behörden (Leitung bestätigt)
2: Meldestelle - NGOs (Leitung Irene Hirzel)
3: Meldestelle - Aufsuchende Sozialarbeit (Leitung bestätigt)

 

Teil 3: Der Menschenhandel im fremdenpolizeilichen Kontext
Fremdenpolizei Stadt Bern: Einführung in COMPETO

 

Teil 4: Cherifa Atoussi
The exploitation of young boys for football

Internationaler Skalvenmarkt Fussball. // Der Afrika-Kicker: by Misereor
Internationaler Skalvenmarkt Fussball. // Der Afrika-Kicker: by Misereor

Programm

08:30 – Registrierung mit Kaffee, Tee, Obst, Saft und Gipfeli

09:15 – Begrüssung, Vorstellung der Referenten und Ablauf des Tages

09:30 – ACT212 - Die Nationale Meldestelle: Einführung und Vorstellung der Meldestelle

10:30 – Kleine Pause

10:45 – 3 Workshops zur Nationalen Meldestelle ACT212

 

12:15 – Lunch (fakultativ)

 

13:30 – Der Menschenhandel im fremdenpolizeilichen Kontext: Einführung in Competo

14:15 – Kleine Pause

14:40 – Cherifa Atoussi: The exploitation of young boys for football

17:00 – Ende

 

Geringfügige Programmänderungen vorbehalten.

Referenten

ACT212:

„ACT212 Beratungs- und Schulungszentrum Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung“ ist ein politisch und konfessionell neutraler Verein mit Sitz in Bern. Da eine erfolgreiche Bekämpfung des Menschenhandels nur durch eine optimale Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behördenstellen, nichtbehördlichen Organisationen und der Bevölkerung gelingt, tritt ACT212 als ein ergänzendes Verbindungsglied auf. ACT212 will die im Nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel (NAP) aufgeführten Anstrengungen gegen den Menschenhandel in der Schweiz und im Ausland unterstützen, namentlich durch Beratungen, Schulungen, Sensibilisierungen, Zusammenarbeit mit allen Fachleuten und Organisationen sowie durch den Betrieb einer Nationalen Meldestelle. Geschäftsführerin von ACT212 ist Irene Hirzel.

 

Die Nationale Meldestelle will niederschwellig Hinweise aller Art und von allen Personen, auch anonym, im Zusammenhang mit Ausbeutungssituationen in der Schweiz entgegennehmen, um diese nach einer ersten Analyse sogleich an die für weitere Abklärungen oder direkte Unterstützungsleistungen zuständigen Stellen weiterzuleiten. Mit dem Betrieb der Nationalen Meldestelle sollen mehr Fälle von Menschenhandel aufgedeckt, mehr Opfer aus der Ausbeutung herausgelöst und mehr Täter dem Gericht zugeführt werden.


Workshops:

1: Meldestelle – Behörden

2: Meldestelle – NGOs

3: Meldestelle – Aufsuchende Sozialarbeit


Die Fragestellungen bei allen drei Workshops lauten:

- Was erwarten die Kooperationspartner von der Nationalen Meldestelle?

- Was brauchen die Kooperationspartner von der Nationalen Meldestelle?

- Welche Leistungen der Kooperationspartner kann die Nationale Meldestelle vermitteln?

- Was erwartet die Nationale Meldestelle von den Kooperationspartnern?

 

Fremdenpolizei Stadt Bern:
COMPETO: (Gemeinsam, zugleich zu ersuchen und zu erstreben) Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Fremdenpolizei / Migrationsdiensten, ermittelnder Polizei und den NGO? Wo sind die rechtlichen Schnittflächen? Welche wichtige Aufgabe haben die Stakeholder? Warum ist die konsequente Zusammenarbeit so wichtig im erfolgreichen Kampf gegen den Menschenhandel?

Alexander Ott ist Leiter des Polizeiinspektorats (Co-Leitung) der Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF) der Stadt Bern. Er ist Präsident der Regionalkonferenz Nordwest- und Zentralschweiz und der Vereinigung der kantonalen und städtischen Migrationsbehörden (VKM).

 

Cherifa Atoussi:

Disposable lives: An insight into the comodification and enslavement of African Children into Europe and Beyond. While progress is being made in addressing child sex slavery, other forms slavery are still being overlooked, resulting in children not being identified as victims and failing through the human right safety net designed to protect them. As professional, and individual, working toward ending modern day slavery, we must fill the gaps in knowledge in order to protect all victims equally and effectively, if we want to succeed. This lecture will aim to focus on two different forms of modern day slavery that are specific to African children:


- The enslavement of African children (boys and girls) for the purpose of domestic servitude in Europe. Children are kept in slave like condition, in the homes of their abusers, are deprived of their childhood, do not receive an education and are subjected to verbal, physical, emotional and sexual abuse.


- The exploitation of young boys for football. Despite FIFA’s rule on the recruitment of international minors, unscrupulous agents and fake football academies are using football as a vehicle for exploitation. Hundreds of African children are treated as mere commodities that are recruited, sold, transported, manipulated and – if they are no good discarded as waste in the street of Europe. Returning home is not always an easy or available option for them, as often their parents were coerced and lured into selling their valuables to pay for the middle man and other expenses. Sadly, these young children are too often left in a vulnerable situation, undocumented and exploited further in order to survive.

 

Cherifa Atoussi has a LLB Law and a Master Research in Law and Human Rights. She acts as an independent consultant in Human Trafficking, Modern Day Slavery, with a specific focus on victims' / survivors’ identification, protection and community awareness.

 

Her expertise was developed working directly and closely with victims from Africa, the MENA region and Thailand, who were trafficked for the purpose of sexual exploitation, domestic servitude, benefit fraud and forced marriage.

 

She has worked with grassroots NGOs and law enforcement agencies to design and implement anti-trafficking investigative strategies, task force development, data collection and service provision standards.

 

Cherifa regularly provides training and awareness session to front-line professionals, community groups and communities’ faith leaders. She has authored many expert reports for court decisions.

 

Cherifa speaks fluent French, English and Arabic. She is born in France, Lyon, and her family is from the Sahara Desert in Algeria, a region she visits regularly, giving her firsthand knowledge on the difficulties and challenges of this hostile transit route for migration, smuggling and trafficking.

Moderation: Franziska Bürki, Radio X

Kurskosten

Anmeldeschluss ist der 20. Mai 2015

 

Tagungsbeitrag:

Fr. 95.- inkl. Tagungsmaterial und Pausenverpflegung (ohne Mittagessen).

 

Englisch:
Das Referat von Cherifa Atoussi wird auf Englisch gehalten. Eine Simultanübersetzung ist in Vorabklärung und im Moment nicht garantiert.

Kommunikationsraum:
Ein Kommunikationsraum wird zur Verfügung stehen. Dieser ist für Personen im Dienst und auf Pikett gedacht. Sie finden dort Schreibmaterial, Laptop und W-Lan zur ungestörten Kommunikation.


Bei Abmeldung nach Anmeldeschluss oder Nichterscheinen wird der Tagungsbeitrag nicht rückerstattet.

Mittagessen

Den TeilnehmernInnen soll eine gesunde und preiswerte Verpflegungsmöglichkeit angeboten werden. Gastgeberin ist die Bärner Mitti. Das Menü kostet zwischen 17.50 und 20.50 Franken.

 

Eine Anmeldung zum Essen finden Sie bei der Onlineanmeldung in der rechten Spalte unter "Anmeldung".

Tagungsort: Hotel Kreuz Bern

Hotel Kreuz Bern
Zeughausgasse 41
3000 Bern


Anreise ÖV und Auto: Hotel Kreuz

Das Hotel Kreuz ist 5 Gehminuten vom Bahnhof Bern entfernt.
Das Hotel Kreuz ist 5 Gehminuten vom Bahnhof Bern entfernt.